Bürgerschützenverein stellt Weichen für die Zukunft der Schützenhalle
Außerordentliche Mitgliederversammlung spricht sich mit großer Mehrheit für zukunftsweisendes Projekt aus.
Mit einer beeindruckenden Beteiligung von 82 Mitgliedern fand die außerordentliche Mitgliederversammlung des Bürgerschützenvereins statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Zukunft der Schützenhalle – einem Ort, der seit Jahrzehnten das Vereinsleben und die Gemeinschaft in Fürstenau prägt.
Präsident Andreas Gerdes begrüßte die anwesenden Schützenschwestern und Schützenbrüder und machte gleich zu Beginn deutlich: Ziel der Überlegungen ist nicht die Schaffung eines Ersatzes für das traditionelle Festzelt beim Schützenfest, sondern der langfristige Erhalt und die Weiterentwicklung der Schützenhalle als wichtiger Treffpunkt für Verein und Stadtgesellschaft.
Ehrlicher Blick auf den Zustand der Schützenhalle
In einer ausführlichen Präsentation stellte der Vorstand den aktuellen baulichen Zustand der Schützenhalle vor. Anhand zahlreicher Bilder wurden die Herausforderungen sichtbar gemacht, die sich nach mehreren Jahrzehnten ohne grundlegende Investitionen ergeben haben.
Besonders deutlich wurden die Mängel in vier zentralen Bereichen:
• Dach und Dachstuhl
• Mauerwerk
• Innenraum und technische Ausstattung
• Energieeffizienz des Gebäudes
Der Vorstand betonte dabei, dass es nicht darum gehe, Sorgen zu schüren, sondern Transparenz zu schaffen und gemeinsam verantwortungsvolle Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Drei mögliche Wege für die Zukunft
Im weiteren Verlauf wurden den Mitgliedern drei mögliche Handlungsoptionen vorgestellt.
Weg 1: Erhalt des Status quo
Die erste Möglichkeit wäre, lediglich notwendige Reparaturen durchzuführen und größere Maßnahmen aufzuschieben. Der Vorstand machte deutlich, dass dieser Weg zwar kurzfristig der einfachste erscheint, langfristig jedoch erhebliche Risiken und unvorhersehbare Kosten mit sich bringen kann.
Weg 2: Umfassende Instandsetzung
Als zweite Option wurde eine grundlegende Sanierung des bestehenden Gebäudes vorgestellt. Die hierfür ermittelten Kosten belaufen sich auf rund 510.000 Euro. Dieser Weg würde die vorhandene Substanz sichern, jedoch keine grundlegende Weiterentwicklung der Nutzungsmöglichkeiten schaffen.
Weg 3: Zukunftsorientierte Neugestaltung
Der Vorstand sprach sich deutlich für die dritte Variante aus. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Zukunftsprojekt mit einem Investitionsvolumen von rund 1,15 Millionen Euro.
Besonders hervorzuheben ist dabei die starke Unterstützung durch Fördermittel von Bund, Land und Stadt. Dadurch reduziert sich der vom Verein zu tragende Eigenanteil auf rund 145.000 Euro.
Nach Auffassung des Vorstandes eröffnet diese Lösung die größte Perspektive für den Verein und die Stadt Fürstenau. Ziel ist es, einen modernen Veranstaltungsort zu schaffen, der nicht nur dem Vereinsleben dient, sondern auch für Hochzeiten, Familienfeiern, Vereinsveranstaltungen und weitere gesellschaftliche Anlässe genutzt werden kann.
Mehrwert für Verein und Stadt
Die geplante Weiterentwicklung der Schützenhalle soll den Bürgerschützenverein langfristig als gesellschaftlichen Anlaufpunkt in Fürstenau stärken.
Durch bewährte Organisationsstrukturen und bestehende Kontakte können zukünftigen Nutzern neben den Räumlichkeiten auch zusätzliche Dienstleistungen wie Catering, Servicepersonal, Musik, Getränkeversorgung oder Endreinigung vermittelt werden.
Bereits jetzt gibt es positive Gespräche mit potenziellen Nutzern und Partnern aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens in Fürstenau.
Konstruktive Diskussion und klare Entscheidung
In der anschließenden Fragerunde wurden zahlreiche Aspekte diskutiert. Themen waren unter anderem die Notausgänge, Fördermöglichkeiten, mögliche Kostensteigerungen, die zukünftige Nutzung einzelner Bereiche sowie die langfristige Belastung künftiger Vorstände.
Anschließend stimmten die Mitglieder in geheimer Wahl über den vom Vorstand vorgeschlagenen dritten Weg ab.
Das Ergebnis fiel äußerst deutlich aus:
• 76 Ja-Stimmen
• 3 Nein-Stimmen
• 1 Enthaltung
• 1 ungültige Stimme
Damit erhielt das Zukunftsprojekt eine überwältigende Zustimmung der Mitgliedschaft.
Gemeinsam in die Zukunft
Präsident Andreas Gerdes bedankte sich im Anschluss für das große Vertrauen und die breite Unterstützung. Mit dem klaren Votum der Mitglieder wurde ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Bürgerschützenvereins gesetzt.
Der Verein blickt nun mit Zuversicht auf die nächsten Schritte und die Chance, die Schützenhalle als lebendigen Ort der Begegnung, Gemeinschaft und Tradition für kommende Generationen weiterzuentwickeln.


