Das Bürgerschützenwesen
Im Jahre 1658, schenkte der Fürstbischof Franz von Wartenburg uns, den Bürgerschützen der Stadt Fürstenau, einen silbernen Vogel, um die Bürger der Stadt zu Schießübungen anzuhalten. Am frühen Morgen des Tages, der kein Sonn- oder Feiertag sein durfte, weckte Trommelschlag die Bürger der Stadt. Zur festgesetzten Stunde erschienen sie am gewohnten Antreteplatz, ein jeder mit seinem eigenen Gewehr. Grüngeschmückt durchzogen die Schützen die Stadt und verließen sie in Richtung zum Schießplatz, dessen Lage für das 17. Jahrhundert nicht bekannt ist; später hielt man das Vogelschießen am Anterhof ab. Der Vogel und der Königshut sollten den Sieger des Vogelschießens ein Jahr als besten Schützen
der Stadt kennzeichnen. Dieser Vogel hängt noch heute als wertvollstes Stück an unserer Königskette. Dieser Vogel ist das äußere Zeichen unserer Jahrhunderte alten Tradition.
